Pflege

Der Bichon frisé ist ein langhaariger Hund, mit einer Haarlänge von über 12 cm.
Im Sommer kühlt die Wolle und im Winter hält sie den Hund schön warm,
vor allem in der Nierenregion!
Der erwachsene Bichon frisé besitzt ein pudelähnliches Haar, das bedeutet, dass er nicht haart.
Verstärkter Haarausfall ( Wechsel zum Winter- oder Sommerfell ) zum Winter und Frühjahr, wie bei anderen Hunderassen bleibt aus, da er keinem Fellwechsel unterliegt.
Natürlich sterben auch beim Bichon frisé Haare ab, aber sie bleiben in seinem Fell hängen und werden nur durch Kämmen und Bürsten entfernt.
Besonders Hausfrauen wird dieser Aspekt sehr gefallen, es finden sich auf der Kleidung, Teppichen, oder Möbeln kaum Hundehaare.

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Die Pflege des Bichon frisé ist ein wichtiger Bestandteil seiner Gesundheit und Schönheit.
Ein verfilzter, verwahrloster Bichon verliert seine ganze Attraktivität, außerdem stellen sich bei unterlassener Hygiene gesundheitliche Störungen ein.

Ein Bichon frisé der längere Zeit nicht gekämmt und gebürstet wird, verfilzt bis auf die Haut.
Dadurch können sich Hautirritationen entwickeln, diese bilden einen idealen Lebensraum für „Untermieter“, wie Flöhe, Läuse und Co.
In einem solchem Fall der Verwahrlosung bleibt nur noch das komplette Abscheren der Haare.

Schon beim Züchter sollte der Grundstein für einen leicht zu pflegenden Bichon frisé gelegt werden.

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Kämmen & Bürsten

Regelmässiges Kämmen und Bürsten, 1-2 Mal die Woche, ist bei einem massig behaarten Hund wie dem Bichon frisé nötig.
Verfilzungen und Verknotungen werden verhindert, grober, sandiger Schmutz wird ausgekämmt.
Der erwachsene Bichon frisé besitzt ein Haar mit dichter Unterwolle und einem etwas härterem Deckhaar!
Ist der Haarwechsel abgeschlossen, ist das Bichon frisé Haar recht pflegeleicht.
Es reicht dann durchaus, wenn der Hund nur 1 -2x in der Woche richtig (bis auf die Haut kämmen) gekämmt und gebürstet wird.

Das Kopfhaar wird genau wie das übrige Haar von der Haut in Richtung Haarspitzen ausgekämmt

Zusätzlich bedarf der lange „Bart“ einer regelmässigen Säuberung, besonders wenn Dosenfutter gefüttert wird.

Achten Sie bei der Pflege Ihres Hundes auf die Haare am After
Die Haare können sich durch eingetrockneten Kot so verfilzen und verknoten,
dass der Hund trotz starken Pressens keinen Kot mehr absetzen kann.

Bichon frisé Welpen
haben noch weiches Haar auch ist es bei weitem nicht so dicht wie bei einem erwachsenen Hund.
Sie lassen sich sehr leicht pflegen, das Kämmen und Bürsten geht ganz schnell.
Der Besitzer sollte sein Baby aber trotzdem regelmässig an die Pflegeprozedur gewöhnen.

Bichons im Haarwechsel, vom Baby zum Erwachsenenfell
( ca. 6 -18 Monate ) mind. alle 3 Tage Bürsten und Kämmen.
Das jugendliche Haar ist zu dieser Zeit noch sehr weich und neigt durch die stark nachwachsene dichte Unterwolle zum Filzen.

Augenpflege

Die Augenregion eines weißen Hundes muss verstärkt gepflegt werden.
Dazu können Sie einen im Fachhandel erhältlichen Tränensteintferner verwenden.
Haare, die über und zwischen den Augen wachsen, sollten regelmässig gekürzt werden.

Ohrenpflege

Das Ohr ist ein wichtiges Sinnesorgan für den Hund. Die Ohren des Bichon frisé benötigen jedoch regelmäßige Pflege, damit keine Entzündungen des Gehörgangs entstehen. Beim Bichon frisè wachsen Haare im Gehörgang. Die Haare verstopfen den Gehörgang, so dass Ohrenschmalz nicht nach außen entweichen und Luft von außen eindringen kann. Es entsteht ein feuchtes Klima im Gehörgang, in dem bestimmte Bakterien und Pilze gut gedeihen und eine Entzündung hervorrufen können. Daher müssen die Haare regelmäßig herausgezupft werden. Die Ohren Ihres Bichon sollten Sie regelmäßig auf Fremdkörper (z.b. Gräsersamen) und Schmutz kontrollieren.
Bei Bedarf mit flüssigem Ohrreiniger reinigen.

Krallenpflege

Die Krallen Ihres Bichon frisé sollten ab und zu auf ihre Länge kontrolliert und gegebenenfalls geschnitten werden.

Zahnpflege

Die Zähne sollten täglich geputzt werden, um Zahnerkrankungen vorzubeugen.

Intimpflege

Die empfindlichsten Teile beim Bichon frisé ( Rüden sowie Hündinnen ) sollten regelmäßig kontrolliert und gesäubert werden. Spezielle Produkte gibt es bei Jean Peau.

Utensilien für die Pflege

Augenkamm
einen normalen Kamm ( z.B. Pudelkamm )
eine Zupfbürste
Krallenzange, Pinzette ( zum Auszupfen der Haare in den Ohren )
Hundeshampoo ( z.B. Jean Peau, Diamex, Héry )
Ohrreiniger
einen Fön mit verschiedenen Temperaturstufen
eventuell einen guten Tränensteinentferner

Wir benutzen bei der Pflege unserer Hunde Produkte von Jean Peau und EZ-Groom

Baden

In den meisten Fällen ist ein Bad, bei Verwendung eines geeigneten Shampoos, vorteilhaft.

Aggressive Shampoos (auch Babyshampoo) oder andere Reinigungsmittel hingegen, können bereits bei einmaliger Anwendung (!!!) für Haut und Haarkleid des Hundes ausgesprochen schädlich sein.

Unsere weißen, dichtbehaarten Bichons benötigen sicherlich öfter ein reinigendes Bad, als kurzhaarige oder farbige Rassen.
Dabei ist der Bichon nicht schneller schmutzig als andere Hunde, durch seine weiße Farbe sieht man es nur deutlicher.

Ein gesunder, gut gepflegter Bichon frisé riecht nie unangenehm nach Hund!

Ein verschmutztes, dichtes Bichon frisé Haar ist sehr schlecht zu kämmen,
der Kamm kommt kaum durch die dicke Wolle durch!
Daran erkennen Sie, wann Ihr Hündchen ein Vollbad benötigt. ( Quelle: M.Sausen )

Schnittanweisung

Vor dem Bad

Voraussetzung für das Gelingen eines perfekten Schnittes ist, dass das Haar auch nicht die kleinste Verfilzung aufweist, wenn der Hund gebadet wird. Geschnitten wird nichts vor dem Bad.

Nach dem Bad

Den gut abgetrockneten Hund mit einem Fön ( versch. Temperaturstufen ) ganz trocken werden lassen. Während des Fönens den Hund bürsten, allerdings sollten die Locken nicht ganz ausgefönt werden. 3-4 cm sollen ihre natürliche Friséstruktur zeigen, das längere Haar sollte ausgebürstet sein, weil man es sonst nicht akkurat schneiden kann. Bei diesem Hund arbeitet man am besten von hinten nach vorn.

Rumpf

Mit der Schere vom Rutenansatz bis zu den Schulterblattspitzen die leicht ansteigende Rückenlinie schneiden, wobei die Haarlänge sich nach der Fülle und Struktur des übrigen Haares richtet. Ca. 7 cm ist die ideale Länge (allerdings nur für Showhunde, der Familienhund kann auch kürzer sein ). Übergänge zu Flanke und seitlicher Brust und den Oberschenkeln schaffen. Afterregion und die Rückseite der Oberschenkel kurz schneiden.

Rute

Die Unterseite des Ansatzes der Analregion anpassen, sonst nichts schneiden.

Hinterhand

Das rückwärtige Profil bis zum Sprunggelenk mit leicht betonter Winkelung. Ohne Absatz die Innen- und Außenseiten in einer runden Form angleichen. Den Hintermittelfuß säulenförmig rund bis zur Pfote. Kein Absatz zwischen Hintermittelfuß und Pfote. Zum Schluss die Oberschenkel mit einer gebogenen Schere in einer sanften runden Form der Rückenlinie angleichen.

Pfoten

Die Haare unter den Pfötchen ( Vorder- und Hinterhand ) kurz halten. Die dunklen Fußballen sollten gut zu sehen sein. Ballenränder sauber umschneiden.

Vorderhand

Vom Schulterblatt über den Oberarm bis zur Pfote in senkrechter Linie schneiden. Die Rückseite der Vorderbeine auch gerade herunter schneiden. Der Unterarm soll wie eine Säule wirken.

Hals / Vorbrust / Schulter

Angleichen und in sanften Bogen in das Haar der Vorbrust einmünden lassen. Die untere Linie der Brust zum Bauch hin leicht ansteigen lassen. Dann gleicht man die Seiten der Schulter mit einer gebogenen Schere an die Vorbrust an.

Kopf

Oberkopf rund, ohne Absatz zum Ohr. Bevor das Kopfhaar in Form geschnitten wird, werden die Haare zwischen und unmittelbar vor den Augen gekürzt. Vom unteren Lidrand das Haar in den Bart übergehen lassen, der so geschnitten werden soll, dass der Eindruck des kugelförmigen Kopfes unterstrichen wird. Die untere Linie des Bartes stumpf abschneiden und der Länge des Haares an der unteren Halsseite angleichen. Von den Ohrfransen soviel abschneiden, das der untere Rand nicht über den rundgeschnittenen Bart hinausreicht. Alles an diesem Hund soll rund und voll wirken, ohne irgendwelche Absätze. Der Bart darf nicht länger sein als das obere Kopfhaar und die Ohrfransen nicht länger als der Bart. Der gesamte Kopf ergibt eine Kugel. Die Haare über den Augen sind ebenfalls leicht zu kürzen. Schneiden Sie bogenförmig, von einem Außenwinkel zum anderen Außenwinkel der Augen so das die Augen gut zu sehen sind. Schneiden Sie nicht einfach nur einen Pony.

Wichtig!!!

Schneiden Sie dem Bichon frisé am Kopf keine Pudelkrone. Vermeiden Sie beim Schneiden des Bichon frisé jeden Absatz im Haar. Immer nur angleichen, bis es übergangslos in die nächste Region passt. Immer nur wenige Millimeter schneiden und sich langsam zur endgültigen Form vorarbeiten. Ziel des Haarschnittes ist, die natürlichen Körperkonturen des Bichon frisé hervorzuheben. Alles sollte rund und niedlich an ihm wirken, ohne Stufen und kantige Absätze.

Sie benötigen für den Schnitt eine lange gebogene Schere ca. 22 cm, eine lange gerade Schere ca. 22 cm und eine kurze gebogene Schere ca. 14 cm. ( Quelle: I. Dege-Neumann, M. Sausen )

Und jetzt wünsche ich Ihnen gutes Gelingen beim Schneiden Ihres Bichon frisé.

 

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